Notiz: Dr. jur. Hermann „Henry“ Silberstein war als Justizrat und Notar in Berlin tätig. Er heiratete im Jahr 1905 Rosa Silberstein geb. Rapaport (1882-1942). 1906 wurde ihre Tochter Alice Adele Karoline Henriette Citron geb. Silberstein (1906-1983) geboren. Der Wohnsitz der Silbersteins befand sich, genau wie Henry Silbersteins Kanzlei, in der Meierottostraße 4 in Berlin. Die Familie wurde als jüdisch verfolgt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor Henry Silberstein 1933 das Notariat. Bis zum 15. Januar 1938 war er als Anwalt zugelassen, danach lebten Henry und Rosa Silberstein von ihren Ersparnissen. Am 18. Oktober 1941 wurde das Ehepaar in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Henry verstarb dort Anfang 1942.
Quellen:
Bundesarchiv: Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945
Simone Ladwig-Winters/Rechtsanwaltskammer Berlin (Hrsg.): Anwalt ohne Recht. Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933, Berlin 2007.
Kristin Hoßfeld (Zentral- und Landesbibliothek Berlin) zuletzt bearbeitet am 11. März 2026.