Notiz: Die Cine-Allianz wurde zunächst am 17. Dezember 1931 als „Union-Tonfilm GmbH gegründet. Rund vier Monate später erhielt die Gesellschaft ihren endgültigen Namen „Cine-Allianz Tonfilm GmbH“. Die beiden Gründer und Eigentümer, Arnold Pressburger und Gregor Rabinowitsch, beide in der NS-Zeit verfolgt, zielten mit ihrer Firma insbesondere darauf ab, den neuen Tonfilm effizient und globaler zu vermarkten. Bis zum Eingriff der Nationalsozialisten entwickelte sich die Cine-Allianz zu einer der führenden Filmproduktionsgesellschaften im Deutschen Reich.
Mit dem Jahr 1935 kam es zur „Arisierung“ der Cine-Allianz. Der bisherige Buchhalter der Firma, Fritz Koch, wurde als „Ariseur“ eingesetzt. In der Folge werden Pressburger und Rabinowitsch, aus der Firma gedrängt und dazu genötigt, ihre Geschäftsanteile abzutreten. Am 28. Juni 1935 wird die Firma in die „Cine-Allianz“ Verwertungs-GmbH überführt. Endgültig wird die Enteignung (nicht Auflösung) der Firma am 24. Juli 1937 vollzogen. Mit einem neuen Gesellschaftervertrag vom 6. September 1941 wird die Firma in „Cine-Allianz“ Filmgesellschaft Pfitzner & Co. oHG umgewandelt. Gesellschafter sind nun Felix Pfitzer, Fritz Koch und Wilhelm Grasow. Im Zuge der Verstaatlichung der deutschen Filmindustrie kommt es schlussendlich zur endgültigen Auflösung der Cine-Allianz am 19. September 1942.
Distelmeyer, Jan: Alliierte für den Film, Arnold Pressburger, Gregor Rabinowitsch und die Cine-Allianz, München 2004 (Neuauflage).