Töchter-Pensionat Wieler

Person/Körperschaft

Identifier/Permalink:
Entity 19925
Gründung: 1912
Umbenennung: 1933
Verkauf: 1938

Adresse:
Konstanz

Identifikation Person/Körperschaft: ja
NS-verfolgt: ja
Eigentümer: ja
Notiz: Das Töchter-Pensionat Wieler war eine höhere Töchterschule, die 1912 von Anna Wieler (1889-1941) und ihrer Mutter Bertha Wieler, geb. Mayer, (22.12.1854-07.04.1942) gegründet wurde. Das Internat befand sich auf dem Anwesen der Villa Seegarten in Konstanz am Bodensee. Bis Anfang der 20er Jahre wurde mit unterschiedlichen Bezeichnungen Werbung für das Internat gemacht. Unter anderem „Israelitisches“ und „Jüdisches“. Danach folgte die Verkürzung auf Töchterpensionat Wieler. Im Pensionat wurden offenbar nur jüdische Schülerinnen aufgenommen. Es wurde gezielt in jüdischen Zeitungen beworben, wobei jedoch kein religiös geprägter Unterricht angeboten wurde.
Ab 1933 folgte schließlich die Umbenennung in Familien-Pension Wieler. Es wurden nun auch Familien, sowie Kinder und Kindergruppen zwischen 6 und 15 für Ferienaufenthalte betreut. Jungen wurden nur bis zum Alter von 13 beherbergt. Ab 1936 durften die (jüdischen) Gäste der Pension nicht mehr im See baden, bzw. die Einrichtungen am See nutzen.
Im Herbst 1938 musste der Pensionsbetrieb eingestellt und die Villa verkauft werden (Arisierung!). Gemeinsam mit ihrer Mutter wollten sie über Kreuzlingen nach Palästina auswandern.
Nach der Wiedergutmachung verkauften die Wieler Nachfahren 1955 die Villa Seegarten an die Spitalstiftung Konstanz.
Darleen Pappelau (Universitätsbibliothek JCS Frankfurt a.M.), Stand vom 09.07.2025
Verknüpfte Personen/Körperschaften
Wieler, Bertha (steht in Beziehung mit)
Hieber, Irma (steht in Beziehung mit)
Wieler, Anna (steht in Beziehung mit)
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