Notiz: Die Bibliotheken der Journalisten und Politiker Engelbert Pernerstorfer (1850-1918) und Victor Adler (1852-1918) bildeten Anfang der 1920er Jahre den Grundstock der Sozialwissenschaftlichen Studienbibliothek der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien. Diese wurde im März 1938 vom Sicherheitsdienst der SS beschlagnahmt und anschließend nach Berlin transportiert, wo sie dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zum Aufbau der sog. Gegnerbibliothek überstellt wurde.
Quellen und weiterführende Informationen:
- Stubenvoll, Karl: Das Ende einer “sozialistischen” Bibliothek. Die Plünderung und Zerstörung der Sozialwissenschaftlichen Studienbibliothek der Wiener Arbeiterkammer durch die Nationalsozialisten. In: Medien und Zeit, 19. Jg., H. 4 (2004) S. 4-17.
- Stubenvoll, Karl: Die SS und der Raub der „Marxistenbibliotheken“ in der Wiener Arbeiterkammer. Neue Facetten der Bibliotheksplünderung im Jahr 1938. In: AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften (Hg.) Jahrbuch 2011. S. 59-92.
Sebastian Finsterwalder (Zentral- und Landesbibliothek Berlin), Stand vom 15. Juli 2025